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User Experience beschreibt die Gesamtheit aller Eindrücke und Erfahrungen, die Menschen bei der Interaktion mit einem digitalen Produkt sammeln – von der ersten Berührung bis zur letzten Nutzung. Dabei geht es nicht nur um die reine Bedienbarkeit (Usability), sondern um das vollständige emotionale Erlebnis während der Nutzung.

Wer eine Seite nicht bedienen kann, hat keine schlechte Nutzungserfahrung, sondern gar keine. Für Menschen mit Behinderung ist Barrierefreiheit deshalb keine Verbesserung der UX, sondern deren Bedingung. Es gibt trotzdem eine Reibungsfläche zwischen den Disziplinen. Verbreitete Gestaltungspraktiken, die als gute UX gelten, arbeiten regelmäßig gegen die Barrierefreiheit:

  • Zarte, kontrastarme Typografie, weil sie ruhiger wirkt

  • Entfernte Fokusindikatoren, weil der Ring das Layout stört

  • Platzhalter statt sichtbarer Beschriftungen in Formularen

  • Parallax-Effekte und automatisch laufende Karussells

  • Gestenbedienung ohne Alternative über die Tastatur

Die Qualität der User Experience lässt sich durch verschiedene Methoden messen – von Nutzungstests mit diversen Zielgruppen bis hin zur Analyse von Absprungraten oder Verweildauer. Dabei gilt: Eine barrierefreie Website nützt nicht nur Menschen mit Einschränkungen, sondern verbessert die Nutzungserfahrung für alle.