Assistive Technologien sind Hard- und Software, mit denen Menschen mit Behinderung digitale Inhalte wahrnehmen, verstehen und bedienen. Sie ersetzen oder ergänzen dabei die üblichen Ein- und Ausgabewege von Computer, Smartphone oder Tablet.
Assistive Technologien greifen nicht auf das HTML zu, sondern auf den Accessibility Tree, den der Browser daraus ableitet. Semantisch korrektes HTML ist deshalb die Voraussetzung dafür, dass sie überhaupt funktionieren.
Für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen:
Screenreader wie NVDA, JAWS oder VoiceOver, die Bildschirminhalte vorlesen
Braillezeilen für die taktile Ausgabe
Vergrößerungssoftware und Bildschirmlupen
Farbfilter, Kontrastanpassung und der Windows-Kontrastmodus
Für gehörlose und schwerhörige Menschen:
Untertitelung und Transkriptionsdienste, auch in Echtzeit
Induktionsschleifen und die direkte Kopplung von Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten
Visuelle Signale anstelle akustischer Hinweise
Bei motorischen Beeinträchtigungen:
Adaptive Tastaturen, etwa Großfeld- oder Einhandtastaturen
Taster, Schalter und Kopfzeiger
Eye-Tracking und Spracheingabe
Bildschirmtastaturen und alternative Zeigegeräte
Bei kognitiven Beeinträchtigungen und Sprachbehinderungen:
Vorlesesoftware und Text-zu-Sprache-Ausgabe
Wortvorhersage und Rechtschreibhilfen
Symbolbasierte Kommunikationssysteme
Lesemodus und Übersetzungsfunktionen im Browser
Nicht jede Abweichung von der üblichen Bedienung ist eine assistive Technologie. Viele Menschen arbeiten mit gewöhnlicher Hardware in besonderer Konfiguration mit einem Trackball, sehr großer Schrift oder ausschließlich per Tastatur.