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Semantik im Web bedeutet, Inhalte durch HTML-Elemente nach ihrer Bedeutung auszuzeichnen – nicht nach ihrem Aussehen. Eine Überschrift ist eine Überschrift, weil sie einen Abschnitt einleitet, nicht weil sie größer dargestellt wird.

Aus dieser Auszeichnung baut der Browser den Accessibility Tree auf. Screenreader und andere assistive Technologien lesen ausschließlich diesen Baum. Semantisch korrektes HTML ist damit keine Stilfrage, sondern die Voraussetzung dafür, dass eine Website überhaupt zugänglich sein kann. Erfolgskriterium 1.3.1 Info und Beziehungen (Level A) verlangt genau das: Struktur und Beziehungen müssen programmatisch ermittelbar sein.

Grundprinzipien semantischer Auszeichnung:

  • Elemente entsprechend ihrer Bedeutung verwenden

  • Inhalt und Darstellung voneinander trennen

  • Hierarchische Beziehungen abbilden

  • Semantische Landmark-Elemente zur Orientierung bereitstellen

  • Interaktive Elemente korrekt kennzeichnen

Wichtige semantische Elemente:

  • <header> – Kopfbereich

  • <nav> – Navigation

  • <main> – Hauptinhalt

  • <article> – In sich abgeschlossener Inhalt

  • <section> – Thematisch zusammenhängender Bereich

  • <aside> – Ergänzender Inhalt

  • <footer> – Fußbereich

  • <h1> bis <h6>Überschriftenhierarchie

Häufige Fehler:

  • <div> und <span> übermäßig nutzen

  • Falsche Überschriftenhierarchie

  • Fehlende Landmark-Bereiche

  • Tabellen für Layout verwenden

Die korrekte semantische Auszeichnung ist die Basis für barrierefreie Webseiten – sie ermöglicht es assistiven Technologien, Inhalte richtig zu interpretieren und an die Nutzenden zu vermitteln.